DAS ENDE ALLER NACHRICHTEN
Silvesternacht 1999: wir zählten zurück auf eins und warteten auf den großen Knall. Lieder aus längst vergangenen Zeiten erfüllten ihre Versprechen, "It's the end of the world as we know it" sangen wir lautstark, während die Stadt um uns herum in einem bürgerkriegsartigen Alkohol- und Böllerrrausch, versank. In den folgenden Minuten sollte die Welt endgültig im Chaos versinken, zumindest wenn es nach den nimmermüden Boten der Apokalypse ging. Das Zauberwort hieß Millennium Bug: erst würden die Computer abstürzen, dann wir – das Ende war wieder einmal greifbar nahe gerückt. Noch bevor wir allerdings wieder nüchtern wurden, stelle sich heraus, dass vorerst alles beim alten bleiben würde und der Weltuntergang wieder einmal verschoben werden musste. Happy New Year everybody!
Zwölf Jahre später warten wir nun wieder einmal auf den großen Wumms. Denn die Apokalypse erfreut sich als Thema nach wie vor großer Beliebtheit. Was Vernichtungskriege, Tsunamis, grippale Infekte und auch der Millennium Bug nicht auszurichten vermochten, soll im Jahr 2012 nun endlich ein eher liederlich interpretierter alter Kalender erledigen. Was auch immer die alten Maya für den 21.12.2012 geplant hatten (da sind sie wieder, die nimmermüden Boten): es kann nichts Gutes bedeuten. Die Welt, wie wir sie uns vorstellen, mag nun auf vielfältige Weise untergehen: politisch, religiös, mental oder atomar, sie wird sich vielleicht selbst abschaffen oder durch kosmische Einwirkung pulverisiert werden. Wohlmöglich wird es aber auch ein sehr stilles, kaum merkliches Ende werden. Ein Ende, das ganz ohne Katastrophenmeldungen auskommen wird und über das kein Nachrichtenmedium berichten will oder kann. Vielleicht erleben wir ja auch einfach nur das Ende aller Nachrichten, das wäre doch schon mal ein guter Anfang. Zuvor wollen wir uns mit TRUE aber noch einmal kurz in die Berichterstattung einreihen und mit einem Weltuntergangs-Special unseren Beitrag zur Endzeitstimmung leisten. Bis zum Jahresende, sofern wir es denn erleben werden, veröffentlichen wir Texte und Statements, die sich rund um das Thema Weltuntergang tummeln werden. Den Anfang macht ein seltsames Rauschen: STRANGE NOISES OF THE WORLD.
* It's the end of the world as we know it (and i feel fine), R.E.M., 1987
"… DASS WIR NICHT ALLE VOR ANGST STERBEN."
VOR ÜBER ZWÖLF JAHREN VERLIESS DEY JASTROW KUBA. ZUM ERSTEN MAL WAGT ER NUN EINEN PERSÖNLICHER RÜCKBLICK. ER SCHREIBT ÜBER FALSCHE REBELLEN-IKONEN UND EIN SYSTEM, DASS IHN UND VIELE SEINER GENERATION ZU HEIMATLOSEN GEMACHT HAT. > ZUM ARTIKEL
"POPULAR MELANCHOLY"
SIE KAM AUS SYDNEY, UM ÜBER SELBSTMORD UND DEN TOD IN DER WÜSTE ZU SINGEN – UND UM DARÜBER ZU LACHEN. SASHA MATTEUCCI SAGT, DER HUMOR SEI DAS WICHTIGSTE AN IHREN TEXTEN – DIE KOMIK IN DER TRAGIK. IN BERLIN HAT SIE SICH NEU ERFUNDEN, NICHT ZUM ERSTEN UND NICHT ZUM LETZTEN MAL … >ZUM INTERVIEW
"DIE FRAGE IST NUR, OB DU ES GUT ODER SCHLECHT MACHST."
VON SWEET CHARITY ZU LENI RIEFENSTAHL: EIN GESPRÄCH MIT DEM MUSICAL-AFICIONADO OLLI RINGWALD ÜBER POTENTIELLE THEMEN DES MUSIKTHEATERS UND SEINE RANGLISTE DER EINUNDZWANZIG BESTEN FILM-MUSICAL-MOMENTE. >ZUM INTERVIEW
"DIE WELT IST NUN MAL NICHT STILL."
FÜR DIRK KUNTZE, DJ, FESTIVAL-ORGANISATOR UND PRODUZENT, IST SEINE MUSIK MEHR ALS NUR EIN KLANGTEPPICH, AUF DEM DIE LEUTE TANZEN SOLLEN. IMAGINE ALL THE PEOPLE… >ZUM INTERVIEW
"ERSCHRECKENDE ANOMALIEN"
DIE GESCHICHTE EINES NICHT ENDEN WOLLENDEN FILMPROJEKTS BRACHTE DEN REGISSEUR ALEX MONTY CANAWATI NICHT NUR FAST UM DEN VERSTAND, SONDERN U. A. AUCH VOR DIE KAMERAS DER TV-SERIE MY GHOST STORY. ES GEHT UM "RETURN TO BABYLON – THE SILENT FILM THAT'S SCREAMING TO BE HEARD!" >ZUM ARTIKEL & INTERVIEW
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